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Private Pflegeversicherung - großer Leistungs-Vergleich!

Unterstützung im Fall einer PflegeversicherungDas Risiko, zu einem Pflegefall zu werden und dauerhaft auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen zu sein, gilt hierzulande für jedermann. Durch das Schwinden körperlicher Kräfte oder der geistigen Leistungsfähigkeit tritt eine Pflegebedürftigkeit vorrangig im hohen Lebensalter ein, Unfälle mit Invalidität als Folge können jedoch Menschen jeden Alters zum Pflegefall machen. Der Staat bietet Betroffenen mit der gesetzlichen Pflegeversicherung seit zwei Jahrzehnten ein sinnvolles System zur Finanzierung, doch nur in seltenen Fällen werden die individuellen Pflegekosten hierdurch komplett gedeckt. Der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung ist deshalb als zweite Säule der Finanzierung eines Pflegefalls empfehlenswert.


Dass die Einführung einer gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung notwendig wurde, hat entscheidend mit Wandlungen unserer Gesellschaft zu tun. Noch vor zwei bis drei Generationen war es üblich, dass sich Familienangehörige um Pflegebedürftige kümmerten, die häufig in den eigenen Haushalt übernommen wurden. Dies ist mittlerweile zur Ausnahme geworden, Millionen Menschen leben aus beruflichen oder privaten Gründen nicht mehr in ihrem Heimatort. Hierdurch wird die Generation der Eltern und Großeltern alleine zurückgelassen, die zum Lebensende hin immer mehr Fähigkeiten und Kompetenzen einbüßen und auf eine Pflege angewiesen sind. Durch die gesetzliche und private Pflegeversicherung wird eine Finanzierung externer Pflegekräfte als Problemlösung möglich.

 

 

Gliederung:

 

1. Weshalb überhaupt die Pflegeversicherung genutzt werden sollte

2. Die Beitragszahlung zur gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung

3. Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung

4. Übersicht der Voraussetzungen der Pflegestufen

5. Welche Kosten konkret von der gesetzlichen Pflegeversicherung übernommen werden

6. Konkrete Leistungshöhen der gesetzlichen Pflegeversicherung im Überblick

7. Abschluss einer privaten Pflegeversicherung - sinnvoll oder nicht?

8. Die richtige private Pflegeversicherung für die eigene Person finden

9. Der Pflege-Bahr als geförderte Pflegeversicherung - lohnt das Konzept?

10. Fazit zur gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung

 

 

Weshalb überhaupt die Pflegeversicherung genutzt werden sollte

Prognose der Anzahl der Pflegebedürftigen in DeutschlandDas Wohl der eigenen Familie liegt jedem Menschen am Herzen. Gerade in schwerwiegenden Lebenslagen wie einer fortschreitenden Alterung mit dem Verlust vieler alltäglicher Fähigkeiten wünschen sich Kinder und Enkel die optimale Versorgung ihrer Eltern oder Großeltern. Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung zu beanspruchen, die seit 1995 im Sozialgesetzbuch der Bundesrepublik fest verankert wurde,

ist deshalb zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Die Leistungen stehen jedem Bundesbürger zu, der nach objektiv bemessenen Kriterien zum Pflegefall geworden ist. In welcher Höhe die monatliche Unterstützung gewährt wird, hängt von der vorliegenden Pflegestufe und der Art der Pflege ab.

Für Menschen in jüngeren Lebensjahren steht der Absicherungsgedanke beim Abschluss einer privaten Pflegeversicherung stärker im Vordergrund. Sollte die eigene Person im Laufe der Jahre und Jahrzehnte zum Pflegefall werden, müssen der Ehepartner oder die Kinder nicht finanziell aufkommen. Für diese näheren Verwandten besteht rechtlich sogar die Pflicht, für ein pflegebedürftiges Familienmitglied aufzukommen, nur ein Teil des monatlichen Einkommens bzw. Privatvermögens bleiben hierbei anrechnungsfrei. Falls keine Familie vorhanden ist, die für die Pflegekosten neben der gesetzlichen Pflegeversicherung aufkommen könnte, ist die private Absicherung umso wichtiger. Dies gilt umso mehr, da die gesetzlichen Leistungen bei einer höheren Pflegestufe kaum für umfassende Leistungen wie die Unterbringung in einem Pflegeheim ausreichen.

 


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Die Beitragszahlung zur gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung

Das gesetzliche Pflegesystem wird von allen Arbeitnehmern und Arbeitgebern in Deutschland finanziert und ist mit der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung zu vergleichen. Aktuell (Stand: 2015) tragen beide Seiten einen Anteil von 1,175 % des Bruttoeinkommens, Freiberufler und Rentner kommen aufgrund des fehlenden Arbeitgebers komplett mit 2,35 % für den Pflegeanteil auf. Außerdem wird ein Aufschlag von 0,25 % angerechnet, falls der Beitragszahler kinderlos ist.

Beim ergänzendem Abschluss einer privaten Pflegeversicherung richtet sich die Beitragshöhe ausschließlich nach individuell kalkulierten Risiken. Durch eine Gesundheitsprüfung und allgemeine Informationen wie Alter und Geschlecht des Versicherten wird ein persönlicher Beitragssatz ermittelt, der in Relation zum jeweiligen Risiko einer Pflegebedürftigkeit steht. In dieser Hinsicht ist es lohnenswert, möglichst früh im Leben über den Abschluss der privaten Pflegeversicherung nachzudenken, da durch das junge Alter, eine gute Gesundheit und die lange Vertragslaufzeit noch geringe Beitragssätze warten.

 

 

Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung

Welchen finanziellen Betrag ein Pflegebedürftiger monatlich vom Staat erhält, folgt einem komplexen Berechnungssystem mit vielen Faktoren. Wesentlich ist hierbei, dass die Leistungen ausschließlich auf Antrag gewährt werden, das Sozialamt von Stadt oder Gemeinde ist hier der zentrale Ansprechpartner. Nach einer Prüfung der individuellen Fähigkeiten des Betroffenen in seinem Lebensalltag erfolgt die Einstufung in eine vom Gesetzgeber festgelegte Pflegestufe, wobei unterschieden wird zwischen:

 

  • Pflegestufe 0 (Demenzkranke sowie Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung, die nicht die Anforderungen der Pflegestufe I erfüllen)
  • Pflegestufe I (erhebliche Pflegebedürftigkeit, durchschnittlich 90 Minuten pro Tag)
  • Pflegestufe II (schwere Pflegebedürftigkeit, durchschnittlich 180 Minuten pro Tag)
  • Pflegestufe III (schwerste Pflegebedürftigkeit, durchschnittlich 300 Minuten pro Tag, inkl. ganztägige Härtefälle)


Welche Pflegestufe im individuellen Fall vorliegt, wird durch einen unabhängigen Prüfer im Zuge der Antragstellung festgelegt. Im gewohnten häuslichen Umfeld verschafft sich dieser ein Bild davon, wie alltägliche Tätigkeiten sowie die sogenannte Grundpflege gelingen und welcher Zeitaufwand hiermit jeweils verbunden ist. Zur Grundpflege gehören die Aspekte Ernährung, Hygiene und Mobilität und die hiermit verbundene Einschätzung des Gutachters, wie gut dem Antragssteller diese elementaren Alltagstätigkeiten gelingen. Ist durch ihn die Einstufung erfolgt, bringt dies ein monatliches Pflegegeld in staatlich festgelegter Höhe mit sich. Dem Gutachten kann widersprochen werden, auch die erneute Erstellung nach einigen Jahren nach Verschlechterung des Gesundheitszustands ist möglich.

 

 

Übersicht der Voraussetzungen der Pflegestufen



 

Welche Kosten konkret von der gesetzlichen Pflegeversicherung übernommen werden

Neben der ermittelten Pflegestufe ist die Art der Pflege für die Leistungshöhe entscheidend. Hierbei berücksichtigt der Staat, ob sich Angehörige oder ein professioneller Pflegedienst im häuslichen Umfeld um die betroffene Person kümmern oder die Unterbringung in einem Pflegeheim notwendig wird. Grundsätzlich übernimmt der Staat Pflegekosten in den folgenden Szenarien:

 

  • Zahlung von Pflegegeld für selbst beschaffte Personen (z. B. ein Familienmitglied)
  • Übernahme der Pflegesachleistung bei Beauftragung eines ambulanten Pflegedienstes
  • Kostenübernahme für eine teilstationäre Pflege (als Tag- oder Nachtpflege)


Bei Gewähr des Pflegegeldes im erstgenannten Fall steht dieses dem betroffenen Haushalt zur freien Verfügung. Er kann als finanzielle Leistung für den Familienangehörigen angesehen werden, der sich um die Pflege seines Familienmitglieds kümmert und hierfür einen Lohn erhält. Als Pflegesachleistung ist das Geld zweckgebunden und geht direkt an den zuständigen Pflegedienst, der für eine komplette Entlastung der Familienmitglieder sorgt. Für eine teil- oder sogar vollstationäre Pflege wird unabhängig von der ermittelten Pflegestufe ein höheres Pflegegeld gewährt, beispielsweise um die Zusatzkosten für die Anmietung eines Heimplatzes zu finanzieren.

 

 

Konkrete Leistungshöhen der gesetzlichen Pflegeversicherung im Überblick

Für die häusliche Betreuung durch Familienangehörige werden seit 2013 folgende Leistungen durch die gesetzliche Pflegeversicherung erbracht:

 

  • Pflegestufe 0: 120 Euro
  • Pflegestufe I: 235 Euro
  • Pflegestufe II: 440 Euro
  • Pflegestufe III: 700 Euro


In den Pflegestufen I und II kann es zur Gewähr eines Zuschlags kommen, falls die pflegebedürftige Person in ihren Alltagskompetenzen stärker eingeschränkt sein sollte. Ebenfalls als staatliche Leistung ohne zusätzliche Kosten für die Betroffenen werden Qualitätssicherungsbesuche erbracht, um pflegende Angehörige zu beraten und bei allen Fragen rund um diese Tätigkeit zu unterstützen.

Im Falle der Zahlung als Pflegesachleistung für einen ambulanten Pflegedienst sind aktuell folgende Leistungen gesetzlich festgeschrieben:

  • Pflegestufe I: 450 Euro
  • Pflegestufe II: 1.100 Euro
  • Pflegestufe III: 1.450 Euro


Zuschläge in den Stufen I und II sind auch hier etabliert, in Härtefällen kann die Zahlung bis zu einem Maximalbetrag von 1.918 Euro erfolgen. Auch eine Abrechnung als Kombinationsleistung ist möglich, wenn sich die Pflegearbeit von einem Familienmitglied und einem ambulanten Pflegedienst geteilt werden. In dieser Situation werden die Anteile der erbrachten Leistungen einander gegenübergestellt und ein monatliches Pflegegeld in Relation zur Pflegestufe ermittelt, das diesen Anteilen entspricht.

Für die teilstationäre Unterbringung gewährt der Staat die gleichen Leistungshöhen, wobei zusätzlich von einer Anrechnung von Pflegesachleistungen ausgegangen wird. Die Kombination mehrerer Pflegeleistungen sind allerdings auf 150 % der oben genannten Leistungen beschränkt, so dass sich je nach Pflegestufe folgende Höchstförderung für einen Pflegebedürftigen ergeben:

 

  • Pflegestufe I: 675 Euro
  • Pflegestufe II: 1.650 Euro
  • Pflegestufe III: 2.325 Euro


Letztlich sind nicht finanziell gewährte Leistungen für den Pflegenden zu erwähnen. Zu diesen gehören die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Unfallversicherung während der Pflegezeit oder eine Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung, falls mehr als 14 Stunden pro Woche in die Pflege investiert werden.

Für die vollstationäre Unterbringung gelten schließlich noch folgende Höchstbeträge, die von der gesetzlichen Pflegeversicherung direkt an das entsprechende Pflegeheim überwiesen wird:

 

  • Pflegestufe I: 1.023 Euro
  • Pflegestufe II: 1.279 Euro
  • Pflegestufe III: 1.550 Euro
  • Härtefälle: bis 1.918 Euro

 

 

Abschluss einer privaten Pflegeversicherung - sinnvoll oder nicht?

Der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung ist für Eheleute sinvollIn den meisten Fällen gehen Zahlungen der gesetzlichen Pflegeversicherung mit weiteren Leistungen aus dem staatlichen Sozialversicherungssystem einher. Ist der Pflegefall im Laufe des Lebens eingetreten, gewährt der Staat in schweren Fällen eine Erwerbsunfähigkeitsrente, im höheren Lebensalter wird die klassische Altersrente gewährt. Zusammen mit dem gewährten Pflegegeld soll dies nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass die Kosten eines Pflegefalls nur selten durch die verfügbaren finanziellen Mittel gedeckt werden können. Die praktische Erfahrung zeigt immer häufiger, dass Geld für die Pflege fehlt und beispielsweise die Unterbringung in einem Pflegeheim fast nie durch Pflegegeld und Altersrente abgedeckt werden.

Durch die gesetzliche Verpflichtung, dass der Ehepartner oder Kinder für den Fehlbetrag aufkommen müssen, entstehen über Jahre hinweg unerwünschte finanzielle Abhängigkeiten. Außerdem werden die Probleme zur Absicherung des Lebensabends an die nächste Generation weitergegeben. Schließlich verlieren diese je nach Situation einen merklichen Anteil ihres Nettoeinkommens, der sonst zur eigenen Absicherung mit einer privaten Renten- oder Pflegeversicherung eingesetzt werden könnte. Der rechtzeitige Abschluss einer privaten Pflegeversicherung verhindert solche Probleme und stellt sicher, dass die pflegebedürftige Person weder menschlich noch finanziell zur sprichwörtlichen Last wird.

Ob der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung sinnvoll ist oder nicht, kann grob mit der zusätzlichen Absicherung von Privatrenten oder Lebensversicherungen verglichen werden. Wer als potenziell Pflegebedürftiger über ein gehobenes Privatvermögen verfügt oder mit einer hohen Altersrente rechnen darf, wird sich wenige Gedanken um eine Zusatzabsicherung machen müssen. Für einen Großteil der Bundesbürger gestaltet sich die Situation jedoch grundlegend anders, das Risiko einer Altersarmut aufgrund einer zu geringen, staatlichen Rente ist bereits ohne den drohenden Pflegefall geben. Neben der privaten Altersvorsorge ist der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung daher anzuraten, um auf ein ernstzunehmendes Risiko mit einer adäquaten, finanziellen Vorsorge einzugeben.

 


Darum ist eine Pflegeversicherung sinnvoll


  • Gesetzliche Absicherung reicht meist nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard zu halten
  • Statistisch gesehen wird jeder zweite Deutsche im Laufe seines Lebens pflegebedürftig
  • Bei Zahlungsunfähigkeit wird der Pflegebedürftige zur finanziellen Belastung für seine Familie



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Die richtige private Pflegeversicherung für die eigene Person finden

Anders als bei einer privaten Zusatzrente ist die Kalkulation einer Versorgungslücke für den späteren Pflegefall schwierig. Wird die Versicherung in jungen Jahren abgeschlossen, kann schließlich nicht abgeschätzt werden, welche Pflegestufe später erreicht wird und welche Art von Pflege notwendig ist. Die Anbieter der privaten Pflegeversicherung gehen hierauf mit unterschiedlichen Tarifkonzepten ein und passen ihre Leistungen flexibel an die jeweilige Situation an.

Aktuell sind auf dem Versicherungsmarkt Pflegetarife mit festen Zuschüssen zu finden, unabhängig vom individuellen Pflegefall kann mit einer monatlichen Zuzahlung in einer bestimmten Eurohöhe gerechnet werden. In den meisten Tarifen steht dieses Geld dem Pflegebedürftigen zur freien Verfügung, auch wenn es in der Praxis in den meisten Fällen direkt an einen ambulanten Pflegedienst oder ein Pflegeheim überwiesen wird. Andere Tarife gewähren einen Aufschlag auf die staatlich festgelegten Pflegeleistungen, die sich an Pflegestufe und -art orientieren. Dies ist bei Einstufung in die Pflegestufe III bzw. bei der teil- oder vollstationären Pflege sinnvoll, da höhere Leistungen des gesetzlichen Systems um höhere Leistungen der Versicherung ergänzt werden.

Als Maßstab für den richtigen Tarif sollten das individuelle Schutzbedürfnis und die familiäre Situation berücksichtigt werden. Wer keine Kinder hat und nicht erwartet, dass der Ehepartner im eigenen Lebensalter zu einer umfassenden Pflege fähig ist, sollte eher auf einen leistungsstarken Tarif vertrauen. Feste Zuschüsse zum Pflegegeld sind hingegen günstiger zu finanzieren und belasten die fortlaufenden Kosten des Lebens nicht zu sehr. Wie bei allen Versicherungen heißt es, einen angemessenen Mittelweg zwischen Leistungen und Kosten zu finden, der Vergleich verschiedener Angebote und Tarife deutscher Versicherungsunternehmen ist in dieser Hinsicht dringend anzuraten.



Der Pflege-Bahr als geförderte Pflegeversicherung - lohnt das Konzept?

Staatliche Zuschüsse zur Pflegeversicherung durch den Pflege-BahrAuch wenn die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland seit Jahren ansteigt und höhere Kosten für das gesetzliche Pflegesystem mit sich bringt, nehmen Millionen Bundesbürger in jungen und mittleren Lebensjahren das Risiko des Pflegefalls nicht ernst genug. Zwar ist ihnen die Wichtigkeit einer zusätzlichen Absicherung bewusst, häufig reichen die finanziellen Spielräume im Monat jedoch nicht für den Abschluss eines privaten Versicherungsschutzes aus. Um Anreize für den Vertragsabschluss zu schaffen, hat der Staat vor wenigen Jahren ein gefördertes Modell eingeführt, das nach dem damaligen Gesundheitsminister benannt umgangssprachlich als Pflege-Bahr bekannt ist.

Als Förderung beteiligt sich der Staat mit einem Zuschuss von fünf Euro pro Monat, sofern der Versicherte sich für eine private Pflegeversicherung mit einem monatlichen Mindestbeitrag von zehn Euro entschieden hat. Nicht jede Form der privaten Pflegeversicherung ist staatlich zertifiziert und kann mit der Förderzahlung kombiniert werden. In erster Linie handelt es sich um Pflegetagesgeld-Versicherungen, die zu den wichtigsten Abwandlungen der privaten Pflegeversicherung gehören. Bei diesem Konzept erhält der Pflegebedürftige pro Tag einen festen Betrag, der je nach Tarif nicht einmal von der ermittelten Pflegestufe abhängen muss.


Vorteile des Pflege Bahr


Vorteil Pflege BahrMonatlicher Zuschuss in Höhe von 5 Euro
Vorteil Pflege BahrKeine Gesundheitsfragen
Vorteil Pflege BahrEinkommensunabhängig
Vorteil Pflege Bahr

Kein Risikozuschlag oder Leistungsausschluss


Der Pflege-Bahr kann einen Anreiz zum Vertragsabschluss schaffen, wird jedoch in der Tarifgestaltung auch kritisiert. Vor allem die Versicherungen selbst sind mit einem Angebot dieser Art unzufrieden, da sie Interessenten am Vertragsabschluss nicht aus gesundheitlichen Gründen ablehnen dürfen. Die Versicherungen tragen deshalb ein relativ hohes Risiko in der Absicherung, weshalb Förder-Produkte nur selten über ein starkes Leistungsspektrum verfügen. Außerdem werden viele Vertragsabschlüsse lediglich über zehn Euro oder einen minimal höheren Monatsbeitrag entstehen, um sich die fünf Euro als staatliche Förderung zu sichern. Aus einer solch niedrigen Beitragshöhe heraus werden sich in den seltensten Fällen Zusatzleistungen entwickeln können, die zur umfassenden Versorgung im Pflegefall beitragen.



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Fazit zur gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung

Die finanzielle Belastung einer Pflegebedürftigkeit ist nicht zu unterschätzen und bedarf daher zusätzlicher AbsicherungDer gesellschaftliche Wandel hat es unverzichtbar gemacht, eine gesetzliche Pflegeversicherung einzuführen. Die wachsende Zahl an Pflegebedürftigen gibt der Einführung des gesetzlichen Systems recht, wobei die Pflegekassen über die Jahre hinweg immer stärker belastet werden. Über die nächsten Jahre und Jahrzehnte hinweg werden Millionen Bundesbürger ebenfalls staatlicher Pflegeleistungen bedürfen, die Finanzierung des Systems wird auf lange Sicht zur Herausforderung. Eine immer stärkere Belastung der Arbeitnehmer durch steigende Beiträge stellt eine ähnlich unpopuläre Maßnahme wie die Leistungskürzung für Betroffene dar und legt Alternativen nahe. Der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung ist eine solche Alternative, die mit dem richtigen Angebot starke Zusatzleistungen zu einem fairen Monatsbeitrag bereithält.

Wer sich sachlich mit dem Risiko einer Pflegebedürftigkeit auseinandergesetzt hat und mit größerer Sicherheit in den Lebensabend schauen möchte, sollte den Abschluss einer privaten Pflegeversicherung in Erwägung ziehen. Während schon heute die Erfahrung lehrt, dass die staatlichen Pflegeleistungen nur in wenigen Fällen ausreichen, werden sich die finanziellen Spielräume über die nächsten Jahrzehnte nicht bessern. Auch wenn die private Pflegeversicherung alleine vom Arbeitnehmer aus seinem Bruttoeinkommen zu zahlen ist, werden bei frühzeitigem Vertragsbeginn mit vertretbaren Beiträgen stattliche Zusatzleistungen möglich. Im Einzelfall kann es auch lohnen, sich staatlich unter die Arme greifen zu lassen und einen nach dem Pflege-Bahr zertifizierten Vertrag abzuschließen.

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