Private Krankenversicherung PKV Vergleich

In Deutschland besteht Krankenversicherungspflicht, das heißt, jeder Bürger muss Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse (GKV) oder eine Private Krankenversicherung (PKV) abschließen. Dabei gelten einige Einschränkungen bei der Wahl der Krankenversicherung. Während die gesetzliche Krankenkasse jedem Bürger offen steht, bestehen Einschränkungen für die Private Krankenversicherung. Ohne Voraussetzung sind Selbständige, Freiberufler, Beamte und Studenten berechtigt, eine PKV abzuschließen. Dagegen unterliegen Angestellte bzw. Arbeitnehmer der Sozialversicherungspflicht und können als Bedingung zum Wechsel in die Private Krankenversicherung davon befreit werden, sobald deren Bruttoeinkommen eine Grenze übersteigt. Diese vom Gesetzgeber festgelegte Entgeltgrenze wird als Versicherungspflichtgrenze bzw. als Jahresarbeitsentgeltgrenze bezeichnet und liegt für 2010 bei 49.950 Euro und für 2011 bei 49.500 Euro. Momentan sieht der Gesetzgeber eine Wartezeit, auch als Drei-Jahres-Frist bekannt, von drei Jahren, in denen Angestellte ein Einkommen oberhalb der Arbeitsentgeltgrenze nachweisen müssen, bevor sie von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln dürfen. Sollte die Gesetzesvorlage der Koalition den Bundestag passieren, wird sich diese Wartezeit ab 2011 auf ein Jahr verkürzen.

 

Für Viele stellt sich die Frage, welche Krankenversicherung die richtige ist. Die gesetzliche oder die private Krankenversicherung? Diese Frage kann nur individuell je nach den persönlichen Gegebenheiten beantwortet werden. Während die gesetzlichen Krankenkassen einen einheitlichen Beitragssatz vom erzielten Bruttoeinkommen ( steigt von 14,9% in 2010 auf 15,5% in 2011) erheben und dafür einen allgemeinen Leistungskatalog bieten, berechnet die Private Krankenversicherung die Beiträge nach einem Risikoprofil. Dabei spielen das Alter, das Geschlecht und der Gesundheitszustand eine erhebliche Rolle. Je älter der Versicherungsnehmer, desto teurer die PKV. Frauen zahlen grundsätzlich einen höheren PKV Beitrag, da sie über eine längere Lebenserwartung verfügen und die Möglichkeit der Schwangerschaft und damit zusätzlicher Kosten gegeben ist. Bei schwerwiegenden Erkrankungen kann gar eine Ablehnung erfolgen, zumindest ist ein Risikoaufschlag bei gesundheitlichen Vorerkrankungen fällig. So eignet sich die Private Krankenversicherung besonders für jüngere Versicherte mit einem hohen Einkommen, die im Vergleich zur GKV bei der PKV einen günstigeren Beitrag zahlen und von erweiterten Leistungen profitieren können. Ein Vergleich der vielen Anbieter und Tarife ist dabei sinnvoll, da es je nach Versicherung große Preisunterschiede gibt. Zudem kann der PKV Beitrag durch Vereinbarung einer Selbstbeteiligung maßgeblich beeinflusst werden. Hier sollte vor einem Abschluss ein PKV Vergleich aus möglichst vielen in Frage kommenden Tarifen oder eine Beratung bei einem unabhängigen Experten eingeholt werden. Selbst bei gleichen Leistungen kann der Preis um mehrere hundert Euro pro Jahr schwanken. Auch gibt es sogenannte PKV Tests der Stiftung Warentest bzw. der Finanztest, die sämtliche Private Krankenversicherungen unter die Lupe nehmen und eine Bewertung der Preise und Leistungen veröffentlichen.

 

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